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GIN

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Gin kaufen - direkt hier im Onlineshop

Wer Gin kaufen möchte, hat heutzutage eine überwältigende Auswahl. Vor zehn Jahren war das Angebot längst nicht so groß wie heute. Gin hat jedoch eine Wiedergeburt erlebt und seitdem einen wahnsinnigen Aufstieg erfahren. Dank dieser Renaissance gibt es heute allein in Deutschland Hunderte Marken.

Ein Markplatz mit einer riesigen Auswahl

Wie bei vielen Getränken und vor allem Spirituosen muss man Gin online kaufen, wenn man in den Genuss dieser riesigen Vielfalt kommen möchte. Kein Ladengeschäft der Welt hat annähernd so viel Platz, um die ganzen verschiedenen Sorten und Marken unterzubringen. Die wunderbare Auswahl ist auch ein Grund, warum wir unseren Marktplatz ins Leben gerufen haben. Bei uns im Shop könnt ihr guten Gin von kleineren Manufakturen online kaufen und aus über 100 verschiedenen Marken wählen. Ob ein erfrischender Gin Tonic, würzig, blumig, süßlich oder fruchtig – bei uns könnt ihr nach eurem Wunschgeschmack filtern und einfach euren London Dry Gin oder Dry Gin kaufen bzw. bestellen.

Einer der Gründe für die wachsende Beliebtheit von Gin ist sicherlich die Freiheit bei der Herstellung von Gin. Während bei vielen Getränken sehr streng geregelt ist, welche Zutaten verwendet werden dürfen, ist bei Gin lediglich Wacholder als Basisaroma strikt vorgegeben. Gin stammt jedoch nicht aus Wacholder als Destillat, sondern wird mit Wacholder mazeriert. Neben Wacholder können die Rezepte alle beliebigen Kräuter, Gewürze und Früchte – den sogenannten Botanicals – enthalten. Das ist der Grund, warum Gins sich so stark in ihrem Aroma voneinander unterscheiden.

Wenn ihr bei uns Gin kaufen möchtet, könnt ihr gerne mal ein kleines, privates Gin Tasting zu Hause durchführen und hautnah erleben, wie unterschiedlich Gin schmecken kann. Manche Marken arbeiten bei der Rezeptur und der erneuten Destillation so gut, dass man naturidentische Aromastoffe unverwechselbar herausschmecken kann.

Häufige Fragen rund um Gin

Wie trinkt man Gin?

Gin trinkt man am besten pur und als Gin Tonic. Im Tonic kann der Gin seine Aromen perfekt entfalten. Dadurch kann man die einzelnen Aromen herausschmecken. Tatsächlich können dank der hohen Qualität mittlerweile viele Gins auch pur getrunken werden. Man kann durchaus sagen, dass die meisten traditionellen Gins eher für Gin Tonic oder als Zutat im Cocktail gedacht waren. Dass er mittlerweile pur getrunken werden kann, ist vor allem dem neuen Stil des New Western (Dry) Gin zu verdanken.

New Western Dry Gins sind nicht mehr so dominant in der Wacholdernote, sondern bringen andere Botanicals stärker zum Ausdruck. Viele dieser Gins habt ihr bestimmt schon getrunken. Vor allem seit 2015 hat sich neben dem beliebten Dry Gin der New Western Stil sehr stark etabliert. Vor allem diese Gins kann und sollte man immer auch pur trinken. Als Onlineshop für besondere und originelle Getränke haben wir ein breites Angebot für euch. Hier könnt ihr sowohl klassische Gins als auch neuere New Western Dry Gins kaufen.

Anleitung und Leitfaden

Beim trinken sollte man mindestens drei Schritte befolgen, um die Aromen maximal zu genießen.

1. Als erstes haltet ihr am besten eure Nase direkt über die Flasche, wenn ihr sie öffnet. In der verschlossenen Flasche ist natürlich der ganze Duft konserviert und sobald ihr die Flasche öffnet, strömt dieser zusammen mit dem Alkohol nach oben. Die geballte Ladung des Geruchs in der Nase greift man also am besten direkt beim Öffnen der Flasche ab.

2. Nun kommen wir zum eigentlichen Trinken. Die Frage, wie man Gin trinkt, geht oft schon ins Philosophische. Natürlich ist es auch absolut Geschmackssache. Aber es ist ehrlicherweise schade, wenn man den Gin direkt mit einem anderen Getränk mischt und nicht mal ein Tröpfchen pur genießt. Daher sollte der Gin immer erst pur getrunken werden. Wenn es einem nicht schmeckt, gießt man einfach nur schnell Tonic drüber und fertig ist der Drink.

Viele Leute denken, dass pur trinken heißt, einen großen Schluck zu nehmen. Es reicht allerdings völlig aus, nur an dem Glas zu nippen. Umgangssprachlich passt sicherlich der Ausdruck, kurz die Lippen zu befeuchten. Nachdem ihr den Gin in euer Glas gegossen habt, lasst ihr ihn übrigens am besten ein paar Minuten stehen, damit er in der Verbindung mit Sauerstoff sein Aroma entfalten kann.

Gin pur trinken macht besonders Spaß, wenn man dabei versucht, die einzelnen Aromen zu erschmecken. Da unser Geschmackssinn sehr stark von unserem Geruchssinn abhängig ist, wechselt man schmecken und riechen am besten die ganze Zeit miteinander ab. So kann man die Geschmäcker am besten ertasten.

3. Nach dem puren Genuss ist es Zeit für den Gin Tonic. Der Wacholderschnaps entwickelt sich im Tonic oft ganz anders als pur. Es gibt viele Gins, die pur nicht besonders genießbar sind, mit Tonic aber plötzlich ihre versteckten Aromen entfalten und sich abrunden. Die Wahl des Tonics ist reine Geschmackssache. Es ist aber empfehlenswert, immer erst ein neutrales Tonic Water zu verwenden. Dadurch liegt der aromatische Fokus eures Gin Tonic auf dem Gin selbst. Viele Tonic Waters haben eine süßliche Note. Wer weniger Süße und lieber eine intensive Bitterkeit bevorzugt, greift am besten zu Dry Tonic Water. Bei uns im Shop könnt ihr nicht nur Spirituosen kaufen, sondern auch das passende Tonic Water bestellen.

Welches Tonic Water für Gin kaufen?

Nachdem ihr euren Gin Tonic mit einem klassischen Tonic Water probiert habt, könnt ihr weitere Tonic Sorten probieren und vergleichen, ob der Gin mit einem anderen Tonic besser harmoniert. Grundsätzlich lassen sich Tonics in klassisch/neutral, mediterran, würzig, herb, fruchtig und floral einteilen. Ein Paradebeispiel für florale Tonics ist der Fever Tree Elderflower Tonic Water. Für viele ist die blumige Note übrigens viel zu intensiv. Ein gutes Beispiel für ein würziges Tonic Water ist Windspiel Herbal Hanf Tonic Water.

Genauso vielfältig wie die verschiedenen Sorten sind eben auch die verschiedenen Tonic Water. Startet am besten immer mit einem klassischen Tonic, bei dem die Bitternote im Vordergrund steht. Ihr werdet euch aber freuen, neue Welten des Gin Tonic zu entdecken, wenn ein Gin plötzlich viel besser mit einem kräuterigem oder einem fruchtigem Tonic harmoniert. Viele bekannte Marken geben Empfehlungen für den perfekten Tonic zu ihrem Gin. Bei kleineren, regionalen Herstellern, die ihr hier bei uns im Onlineshop kaufen könnt, ist das weniger üblich. Die Hersteller bei uns überlassen es oft ihren Kund*innen, welche Art von Tonic sie am liebsten mögen.

Um das richtige Tonic Water auszuwählen, ist vor allem Erfahrung entscheidend. Je mehr Verständnis ihr für die verschiedenen Sorten und Aromen entwickelt habt, desto besser könnt ihr einschätzen, zu welchem Tonic der Gin gut passen würde.

Der perfekte Gin Tonic

Warum schmecken manche Gin Tonics besser als andere? Die Wahrheit ist, dass das richtige Pairing zwischen nicht der einzige Schlüssel für guten Gin Tonic sind. Mit nur drei kleinen Tricks mixt ihr euch den perfekten Gin Tonic:

1. Das Wichtigste ist Eis: Man möchte im Gin Tonic wirklich nur den Gin und den Tonic als Geschmackskomponenten haben – aber kein Wasser. Ihr könnt das Tempo von schmelzendem Wasser bedeutend verlangsamen, indem ihr euer Gin Tonic Glas bis oben hin mit Eis füllt. Zu oft sieht man Gin Tonic Drinks mit zwei kleinen Eiswürfelchen drin. Die Lösung ist ganz leicht: einfach voll mit Eis machen. Wichtig ist, dass ihr cubed und nicht crushed Eiswürfel benutzt. Je größer der Eiswürfel, desto langsamer schmilzt das Eis natürlich.

2. Der zweite Trick ist es, das Tonic Water langsam und schräg an der Glaswand herunter in das Glas zu gießen. So vermeidet ihr, dass Kohlensäure verloren gut – und Kohlensäure ist extrem wichtig für einen spritzigen Gin Tonic!

3. Der letzte Trick ist die Krönung deines Gin Tonic mit der passenden Frucht- oder Kräuterzugabe. Bei der Vielzahl an verschiedenen Gin Sorten gibt es hierfür keine Faustregel. Am besten orientiert ihr euch an den Lead Botanicals des Gin. Wenn es beispielsweise ein zitrusorientierter Gin ist, dann passt ein kleiner Spritzer Zitrone und eine Zitronenscheibe. Ist es ein würziger Gin, dann könnte Gurke oder ein Rosmarinzweig gut dazu passen. Wenn ihr bei uns im Shop Gin kaufen wollt, könnt ihr gerne unseren Drink-Empfehlungen folgen oder uns jederzeit anrufen, damit wir euch ein paar Tipps geben, wie ihr euch den leckersten Gin machen könnt. Haltet im Hinterkopf, dass viele Gin Tonics von der Zugabe der richtigen Früchte oder Kräuter enorm profitieren.

Woraus besteht Gin? So wird er hergestellt

Gin besteht aus Neutralalkohol, Wacholderbeeren, Botanicals und Wasser. Er wird nämlich nicht aus Wacholderbeeren, sondern mit Wacholderbeeren gemacht. Die Grundlage ist also einfacher Neutralalkohol, der normalerweise aus der Destillation von Getreide, Kartoffeln oder auch aus Wein gewonnen wird. Am Ende der Destillation von Neutralalkohol hat man einen reinen Alkohol von etwa 96% Vol. Allerdings ist es so, dass viele Hersteller ihren Neutralalkohol von anderen Brennereien kaufen. Es gibt spezialisierte Brennereien, die nur Neutralalkohol für andere Spirituosen-Marken herstellen. Nur wenige Hersteller brennen auch ihren eigenen Basisalkohol. In unserem Gin Onlineshop informieren wir euch übrigens nicht nur über alle Botanicals, sondern auch über den verwendeten Basisalkohol.

Zum Beginn wird der neutrale Alkohol oftmals (aber nicht immer) mit Wasser auf 70% Vol. herabgesetzt. Je nach Zielsetzung der Hersteller könnte der 96%ige Alkohol zu aggressiv sein. Außerdem spielt das Wasser in der Verbindung mit Alkohol eine wichtige Rolle bei der Extraktion der Botanical-Aromen im nächsten Schritt.

Der magische Schritt bei der Herstellung von Gin ist das Herausziehen der Aromen aus den Botanicals. Botanicals ist ein Sammelbegriff für alle möglichen Kräuter, Wurzeln, Gewürze und Früchte. Die Extraktion der Aromen funktioniert in der Regel durch Mazeration – auch Kaltauszug genannt. Bei der Gin-Mazeration werden alle Botanicals im Neutralalkohol eingelegt. Alkohol hat eine sehr konservierende Wirkung, sodass man schon nach wenigen Stunden eine Färbung der Flüssigkeit sehen kann. Daran erkennt man, dass sich der zukünftige Gin schon die leckeren Aromen der Botanicals einverleibt hat.

In der Regel werden die Botanicals für einige Tage oder wenige Wochen im Alkohol eingelegt. Einige Hersteller mazerieren heutzutage mehrmals, um die Aromen intensiver in den Gin zu bekommen. Auch wird in der Herstellung die Methode der Digeration angewandt. Dabei wird der Alkohol auf 40-50°C erwärmt, während die Botanicals im Alkohol gemütlich baden.

Eine weitere Möglichkeit, um den Botanicals ihre Aromen zu entlocken, ist die Dampfinfusion. Dabei werden die Botanicals in eine Art Korb gelegt und im sogenannten Steigrohr der Brennblase platziert. Der nach oben gehende Dampf des erhitzten Alkohols geht durch diesen Aromakorb hindurch und nimmt die Aromen der Kräuter, Gewürze und Früchte in sich auf. Die verschiedenen Methoden bei der Herstellung machen die Spirituose natürlich so spannend.

Nach dem Mazerieren hat man einen sogenannten Bathtub Gin. Dieser wird nicht nochmal destilliert. Er wird höchstens nochmal mit Wasser verschnitten, um ihn auf weniger Alkoholanteil zu bringen. Natürlich schmeckt der Bathtub Gin weniger gut und keineswegs ausbalanciert. Aber wenn ihr mal in den Genuss kommt, einen eigenen Bathtub Gin herzustellen, werdet ihr erstaunt sein, wie sehr dieser schon nach Gin schmeckt.

Die Gins in unserem Onlineshop zeichnen sich aber alle durch erneute Destillation aus. Nach der Mazeration wird die angesetzte Spirituose also nochmal destilliert. Dadurch wird er klar. Wie bei allen Brennprozessen geht es auch bei der Destillation von Gin darum, den Mittellauf vom Vor- und Nachlauf zu trennen. Der Vor- und Nachlauf enthält Nebenprodukte wie Methanol, die nicht in unseren Gins gehören.

Der schöne Mittellauf wird im Anschluss mit Wasser auf die gewünschte Trinkstärke heruntergesetzt. Ihr werdet keinen Gin kaufen können, der weniger als 37,5% Vol. hat, weil das die gesetzliche Untergrenze ist. Oft er aber 40% oder mehr Alkoholgehalt. Mit höherem Alkoholgehalt werden Gins in der Regel runder und eignen sich besser zum Mixen von Cocktails oder als Gin Tonic, weil die Aromen sich nicht so schnell verflüchtigen. In unserem Onlineshop könnt ihr Gin bestellen und gerne mal vergleichen, ob ihr einen Unterschied zwischen einem geringeren oder höheren Alkoholgehalt bemerkt.

Welcher Gin ist gut?

Die Wahl des Verfahrens zur Herstellung von Gin liegt immer beim Brennmeister. Ob Mazeration, Digeration, Dampfinfusion oder mehrfache Destillation entscheidet immer allein dieser. Alle Hersteller und Destillerien haben natürlich das Ziel, naturidentische Aromastoffe einzufangen und dadurch guten Gin zu machen. Die große Kunst von gutem Gin kann man grob in die Rezeptur und die Destillation einteilen.

Rezeptur: Wenn ihr euch die Anfänge von Ginherstellern anseht, werdet ihr lesen, dass die Macherinnen und Macher oft mehrere hundert verschiedene Rezepte ausprobiert haben, bis sie ihre perfekte Kreation gefunden haben. Wie beim Kochen geht es auch hier um die Frage, welche Zutaten wie miteinander harmonieren und wie viel jeweils von einer Zutat verwendet wird. Es gibt übrigens gute Gins mit nur sechs Botanicals und es gibt sehr gute mit mehr als 50 verschiedenen Botanicals. Grundsätzlich können bis zu 130 verschiedene Botanicals eingesetzt werden.

Destillation: Neben der Rezeptur ist die Brennkunst ausschlaggebend für guten Gin. Destillieren ist in vielerlei Hinsicht eine traditionelle Handwerkskunst. Wie bei jedem Handwerk kann die Arbeit von guter oder schlechter Qualität sein.

Bei der Herstellung hat der Brennmeister mit seinen Verfahrensentscheidungen und seiner Erfahrung viel Einfluss auf die Qualität des Gins. Er entscheidet nicht nur über die Methode zur Extraktion der Botanical-Aromen, sondern auch darüber, wie lange oder wie oft die Aromen extrahiert werden sollen.

Der Brennmeister spricht natürlich auch bei der Rezeptur und der Dosierung der Botanicals mit. Schließlich hat er ein besonderes Gespür und Verständnis für Aromen und wie sie sich auf die Spirituose auswirken werden. Letztlich hat der Brennmeister den gesamten Brennprozess in seiner Hand, der entscheidend für hochwertigen, guten Gin ist.

Die verschiedenen Gin-Sorten

Dry Gin

Die Sorte Dry Gin zeichnet sich vor allem durch viele Freiheiten bei der Herstellung aus. Zum einen gibt es keine Vorgabe, zu welchem Zeitpunkt die Botanicals hinzugefügt werden müssen. Sie können während der Herstellung nicht nur zu jeder beliebigen Zeit zugefügt, sondern auch nacheinander hereingegeben werden. Darüber hinaus ist es Dry Gins gestattet, naturähnliche Aromen und Farbstoffe zu verwenden, jedoch keinen Zuckerzusatz.

Was muss ich über Dry Gin wissen?

Durch die zeitliche Freiheit bei der Gabe der Botanicals sowie die Freiheit, nicht-natürliche Aromen und sogar Farbstoffe zu verwenden, hat Dry Gin oft ein schlechtes Image. Mit der Wiedergeburt von Gin gibt es aber mittlerweile ausgezeichnete Dry Gins, die gerade aufgrund der Freiheiten so gut werden. Schließlich kann der Brennmeister die Zutaten perfekt aufeinander abstimmen, indem er die Botanicals zeitlich versetzt hinzufügt. Auch bei uns kannst du viele besondere und neue Dry Gins kaufen, die ein wunderbares Zeugnis für ihren guten Geschmack sind.

London Dry Gin

... ist die bekannteste und weltweit meist verbreitete Sorte. Im Gegensatz zu dem sehr liberalen Dry Gin hat der London Dry Gin einige Vorgaben zu erfüllen. Anders als bei Wein ist „London“ keine geschützte Herkunftsbezeichnung. So kann er überall hergestellt werden und darf den Titel an sich nehmen, sofern einige Kriterien erfüllt werden. Diese Qualitätskriterien wurden im Jahr 2008 von der Europäischen Union in einer Verordnung vorgegeben:

  • Ein London Dry Gin darf nur „durch erneute Destillation von Ethylalkohol“ aus landwirtschaftlichem Ursprung hergestellt werden
  • Der Alkohol, mit dem gestartet wird, muss mindestens 96% Vol. enthalten. Das daraus entstehende Destillat muss mindestens 70% Vol. und muss letztendlich mindestens 37,5% Vol. enthalten
  • Er darf nicht mehr als 0,1 Gramm Zucker je Liter enthalten
  • Es dürfen keine weiteren Aromen oder Farbstoffe zugesetzt werden. Es sind also nur Alkohol, Wasser und die Botanicals gestattet
  • Alle Botanicals müssen auf einmal und vor der erneuten Destillation hinzugegeben werden

Ihr merkt, dass London Dry Gin an ganz schön viele Vorgaben gebunden ist. Man kann diese EU-Verordnung durchaus als Reinheitsgebot dieser Sorte interpretieren. Die härteren Vorgaben zeigen aber auch, warum viele kleinere, regionale Hersteller auf Dry Gin setzen.

Was muss ich über London Dry Gin wissen?

London Dry Gin hat nichts mehr mit London zu tun! Das ist schon mal das Erste für den nächsten Stammtisch. Außerdem ist er trocken, was wichtig für die Geschmackseinordnung ist. Außerdem solltest du wissen, dass bei London Dry Gins geschmacklich die Wacholderbeere im Vordergrund steht. Die dominante Wacholdernote wird von den anderen Botanicals sozusagen begleitet. Sie überlagern den Wacholder aber nicht.

In unserem Onlineshop kannst du natürlich nicht nur Dry Gins von kleinen Brennereien, sondern auch eine Reihe verschiedener London Dry Gins kaufen. Diese geschmacklich mit anderen Sorten zu vergleichen, macht auf jeden Fall richtig Laune.

Plymouth Gin

... ist im Gegensatz zu London Dry Gin eine geographisch geschützte Herkunftsbezeichnung. Jeder Plymouth Gin stammt also aus dieser Region. Ironischerweise produziert aber nur die Black Friars Distillery einen bzw. den Plymouth Gin. Übrigens war es auch die Black Friars Distillery, die im 19. Jahrhundert erfolgreich in England geklagt und ihren Marken- und Produktnamen geschützt hat. Nun, wem’s wichtig ist.

Was muss ich über Plymouth Gin wissen?

Abgesehen davon, dass es ein geschützter Begriff ist, eigentlich nur, dass Plymouth Gin etwas süßlich ist und in vielen Cocktails verwendet wird.

In Bezug auf Plymouth Gin und London Dry Gin gibt es übrigens was Interessantes zu beobachten: Mittlerweile gibt es ziemlich viele Regionen, die sich ihren eigenen Herkunftsnamen geben. Denkt zum Beispiel an Munich Dry Gin oder den bekannten Schwarzwald Dry Gin. Allerdings sind diese Begriffe nicht geschützt, sondern reines Branding.

Sloe Gin

Neben dem New Western Dry ist Sloe Gin der größte Newcomer der letzten zwei bis drei Jahre. Viele Hersteller haben neben ihrem Standard-Gin in den letzten Jahren zusätzlich einen Sloe Gin auf den Markt gebracht. Sloe Gins genießen wachsende Beliebtheit unter Fans, obwohl Sloe Gin nicht wirklich Gin ist, sondern viel mehr ein Likör – zu Deutsch bekannt als Schlehenlikör.

Ein Sloe Gin wird mit Schlehen angesetzt bzw. mazeriert. Laut EU-Verordnung muss er mindestens 25% Vol. Alkohol und 100 Gramm Zucker je Liter enthalten. Aufgrund der verwendeten Schlehe ist er sehr fruchtig und oftmals recht süßlich. Allerdings gibt es hier auch viele Ausprägungen. Einige Sloe Gins sind weitaus herber als süß oder fruchtig.

Was muss ich über Sloe Gin wissen?

Auf jeden Fall solltest du die Entwicklung in den nächsten Jahren sehr genau beobachten. Aktuell liegt Sloe Gin sehr stark im Trend – und was gibt es Spannenderes, als die Entwicklung eines Trends hautnah mitzuerleben und zu verfolgen. Außerdem ist es gut zu wissen, dass immer mehr Destillen einen Sloe Gin herausbringen. Auch bei uns im Onlineshop kannst du Sloe Gin kaufen. Letztlich solltest du dir merken, dass Sloe Gin eher ein Likör ist und sehr vielseitige Ausprägungen beim Geschmack haben kann.

Old Tom Gin

... ist nichts als ein gesüßter Gin. Seine Süße erhält er durch die Zugabe von Zucker. Im 18. Jahrhundert war er einer der beliebtesten Sorten in England. Es wird vermutet, dass der Old Tom Gin aufgrund der schlechten Qualität des Alkohols in der damaligen Zeit entstand. Mit dem Zucker sollte dieser miese Geschmack überdeckt werden. Dass der Rohstoff Zucker zu der Zeit immer verfügbarer wurde, spielte dieser Entwicklung natürlich super in die Karten.

Was muss ich über Old Tom Gin wissen?

Old Tom Gin ist süßlich. Im 19. Jahrhundert wurde er stückweise vom besser schmeckenden Dry Gin verdrängt und war im 20. Jahrhundert zeitweise ganz von der Schaufläche verschwunden. Es ist wieder mal dem Gin-Hype der letzten Jahre zu verdanken, dass auch die Sorte des Old Tom Gin wiederentdeckt und wiederbelebt wurde. In der Craft-Szene spielt Old Tom keine große Rolle. Allerdings gibt esMarken wie Hayman, die einen Old Tom Gin im Stile vergangener Tage herstellen.

Genever

Genever ist sozusagen die Mutter aller Ginsorten. Der Name „Gin“ leitet sich nicht nur von Genever ab, auch schmeckt Genever sehr ähnlich zu Gin. Das niederländische Wort Genever stammt von lateinischen Juniperus, was Wacholder bedeutet. In den Niederlanden wird die Wacholder-Spirituose auch oft „Jenever“ geschrieben.

Hergestellt wird Genever auch aus Neutralalkohol zusammen mit Wacholder und einigen Botanicals wie Anis oder Kümmel. Der Unterschied ist, dass weitaus weniger Botanicals verwendet werden und der Wacholder immer klar im Vordergrund steht. Entscheidend bei der Herstellung von Genever ist allerdings, dass der Neutralalkohol mit Malzwein (niederländisch: Moutwijn) vermischt wird, bevor er weiterverarbeitet und erneut destilliert wird. Malzwein besteht aus Roggen, Gerstenmalz und Mais. Diese werden dreifach destilliert und auf etwa 50% Vol. gebracht. Malzwein wird oft selbst auch mit Botanicals (also Kräutern und Gewürzen versetzt) und manchmal auch in Holzfässern gelagert.

Was muss ich über Genever wissen?

Genever ist der Vorgänger von Gin und stammt aus den Niederlanden und Belgien. Genever ist geschmacklich stark mit Gin vergleichbar. In der Regel hat Genever eine süßliche Note und ist intensiv im Aroma. Genever hat mit 30 bis 40% Vol. oft weniger Alkoholgehalt. Ein cooler Fun Fact für deinen nächsten Stammtisch ist außerdem, dass Genever vom lateinischen Juniperus für Wacholder stammt, woraus sich wiederum erklärt, warum Gin Gin heißt.

Spiced Gin

Die Sorte des Spiced Gin lässt sich auch in die neuere Zeit einordnen. Hierbei werden dem Gin nach der erneuten Destillation noch weitere Aromen hinzugegeben – deswegen „spiced“. Dadurch soll ein Geschmack zugefügt werden, der so nicht ganz über den klassischen Weg der Mazeration, Digeration oder Dampfinfusion hineingebracht werden kann. Auch ist es möglich, dass dem Gin nachträglich noch Zucker zugegeben wird.

Was muss ich über Spiced Gin wissen?

Spiced Gins spielen als Sorte keine wirklich große Rolle. Sie werden oft unter der Sorte der New Western Style eingeordnet. Da sie aufgrund der nachträglichen Zugabe von Aromen einen deutlich anderen Herstellprozess haben, sollte man sie allerdings schon unterscheiden.

Non-Gin

Nein, natürlich ist Non-Gin nicht wirklich eine Gin Sorte. Aber als Online-Marktplatz für besondere Spirituosen und Getränke sehen und beobachten wir natürlich viel. Einer der aktuellen Trends ist es, einen Gin herzustellen, der kein echter Gin ist. Was das heißt? Einfach ein Gin ohne Wacholder. Ein neutralalkoholisches Destillat wird mit allerlei verschiedenen Botanicals angesetzt. Durch den Verzicht auf Wacholder bekommt der Non-Gin natürlich keine prägende Note des typischen Geschmacks.

Man kann den Non-Gin als Erweiterung des New Western Dry Gins sehen, bei dem der Wacholder schon in den Hintergrund tritt. Hier steht es im Fokus, eine vielseitige und komplexe Spirituose aus verschiedensten Zutaten zu destillieren, die das gewünschte Aromenbild perfekt wiedergibt. Sie zeichnen sich außerdem dadurch aus, dass sie wunderbar pur getrunken werden können, mit Tonic Water funktionieren und sehr vielseitig in Cocktails eingesetzt werden können. Bei uns könnt ihr Non-Gin kaufen: Zwei gute Beispiele sind der NORDCRAFT Dry Botanical Spirit, der mit 20 Botanicals wie Dill und Gurke sehr frisch und würzig ist, und der 13 Drunken Botanicals, der mit seinen 13 Botanicals sehr leicht, zitronig, blumig und grasig daherkommt.

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